Mongolei - Weite und Tiefe


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Eine ferne nahe Freundschaft



Nach fast fünfundzwanzig Jahren mit zwanzig meist viel zu kurzen Aufenthalten in fernen Ländern, nach einer bereits ersten zweiwöchigen Reise durch die Mongolei im Jahre 2002, wollen wir nun Gewohntes wieder aufnehmen, neu entdecken und gleichzeitig neue Wege beschreiten.

Wieder aufnehmen, ja weiter pflegen und feiern werden wir eine Freundschaft, die eben da, in der Mongolei vor vier Jahren begonnen hat. Unsere damalige Reiseleiterin, eine erstaunlich selbständige und moderne einheimische Frau, lebt mittlerweile in Deutschland und hat da letztes Jahr geheiratet.

Wir durften diese Frau, die uns in den mongolischen Weiten so vertraut und zur Freundin wurde, die letzten vier Jahre weiter begleiten und uns von ihr begleiten lassen. Sie hat uns in der Schweiz besucht und wir sie in Deutschland, erst in ihrer Studentenklause auf dem Campus einer Touristenfachhochschule und nun, vor wenigen Wochen, bei ihrem Mann im Ruhrgebiet. Wir sind uns als Ehepaare näher gekommen, und nun möchten wir unsere Freundschaft nahe der Wurzeln unserer Freundin vertiefen und zusammen in und durch ihre Heimat reisen.


Thinkabout
6.5.06 23:59


20 kg

sind definitiv ein bisschen gar wenig.
Normalerweise kein Problem - aber dieses
Mal warten keine Hotels auf uns. Heisst
also abzueglich 3,2 kg fuers Zelt und
nochmals ein halbes Kilo fuer die Katadyn-
Flasche. Auch die Dynamo-Taschenlampe ist
schwerer als eine mit Batterien.
Ich bin ja nur froh, koennen wir zu Beginn
in der Hauptstadt Ulan Baatar allenfalls
noch Ausruestung zukaufen.

7.5.06 19:48



Nichts als ein Reise-Tagebuch



Ich habe noch nie ein Reisetagebuch geführt. Ich habe zwar praktisch immer eines angefangen, es aber kaum je während der Reise durchgezogen. Diesmal wünsche ich mir sehr, dass das anders ist.

Da mir die Tatsache, dass es ein Blog und nicht nur ein irgendwo verlegtes Tagebuch gibt, hat mir schon geholfen, täglich für mich zu schreiben. Es soll mir auch hier helfen, meine Reise auch auf diesem Weg zu geniessen.
Es wird hier keine Links geben, kein Buhlen um mehr Klicks und Leser, keine Blogverzeichnisse. Es gibt nur dieses Fest einer Reise, für die ich mit meiner Frau zum ersten Mal in meinem Leben vier Wochen am Stück einsetzen darf und die mich zurück in ein Land führt, das mir schon mal so sehr ans Herz gewachsen ist.

Wer das hier entdeckt, soll einfach lesen, wenn er Lust hat und so viel und so oft wie er mag. Gefällt es, so darfst Du gerne weiter erzählen, lässt es Dich gelangweilt zurück, so behalte es bitte für Dich...

Während der Reise werde ich kaum je Internet zur Verfügung haben. Wenn doch, werde ich nicht zögern, zu bloggen...

Wer nicht immer wieder vergebens nachgucken will, kann das Blog abonnieren (siehe linke Spalte). Allen aber wünsche ich für diesen Sommer ganz besonders den Gesellschaftssinn, der mongolische Nomadenfamilien so auszeichnet:

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Thinkabout

10.5.06 11:17



Wie geht es dir - mongolisch



Wie geht's? Danke gut, und Ihnen?

Wir sind höfliche und praktische Menschen. Unsere rituellen Sprechformeln, die das unterstreichen, sind kurz. Wahrscheinlich darum, dass wir schnell weiter kommen oder die Luft mit individuellerer Belanglosigkeit beschallen können. Es gibt ja den von mir heiss geliebten Slapstick-Smalltalk aus dem Treppenhaus:

"Guten Morgen, Frau Nachbarin. Wie geht's?"
"Ach ja, die Kinder sind krank und der Mann ist mir davon gelaufen."
Replik, im Gehen:
"Ja, das ist ja die Hauptsache."


In der Mongolei kann die Frage nach dem persönlichen Befinden des Anderen so tönen:

"Kommst du gut durch den Frühling?"
"Ja, ich komme gut durch den Frühling."


Punkt. Fertig. Umständlich lange sind diese Sätze scheinbar. Gerade auch dann, wenn noch entsprechend zurück gefragt wird.

"Und du, kommst du gut durch den Frühling?"
"Ja, ich komme gut durch den Frühling."


Mehr ist vielleicht nicht zu sagen. Es werden oft nicht viele Worte gemacht. Und doch ist da so viel Austausch zwischen den Worten. Es ist ganz offensichtlich nicht selbstverständlich, durch den Frühling zu kommen. Nicht mal durch den Frühling. Und wer es bejahen kann, ist ein glücklicher Mensch, wobei er für sein Glück mit Vorteil nicht viel beansprucht. Und das ist keine Floskel. Wer in einer Jurte in der freien Ebene Regen, Schnee oder Sturm durchlebt, weiss, was es heisst, gut durch die Jahreszeit zu kommen. Und die Jahreszeiten sind noch der Fluss des Lebens, der ständige Wechsel von Mangel und Überfluss, wo ausgeharrt und vorgesorgt, aber auch dankbar gefeiert wird.

Einfach eben, mit ebensolchen Worten. Und mit Bewusstsein.


Thinkabout

12.5.06 20:48



Plötzlich ein bisschen Hektik



Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie uns die Reisebüros vor der ersten Reise in die Mongolei vor vier Jahren vorbereitet haben auf allfällige Unannehmlichkeiten. Es sei halt nicht so weit her mit dem Service. Nun, russische Grenzbeamte und andere Honorabilis dieser Art haben es uns zwar leicht gemacht, schon ein wenig Freundlichkeit als wahren Fortschritt zu betrachten, als wir in der Mongolei ankamen. Aber was wir auf Schritt und Tritt erlebten, war neben Zuvorkommenheit eine super Dienstleistung auf allen Ebenen.
Nun mögen wir ja Glück gehabt haben. Aber schon die mongolische Botschaft in der Schweiz war mit den Visa-Erteilungen extrem schnell. Und so haben wir uns diesmal auch nicht zu viele Sorgen gemacht und keine Eile an den Tag gelegt.

Bis wir heute, beim Ausfüllen des Antrags, feststellten, dass es auch für die Mongolei einen über die Reise hinaus sechs Monate gültigen Pass braucht - und derjenige von Thinkabouts Wife im Januar 2007 abläuft. Also hat meine Frau den heutigen Nachmittag damit verbracht, sich wieder ordnungsgemäss als Person aktenkundig zu machen bzw. die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Die Fotos dafür konnten in der örtlichen Drogerie gemacht werden. Wahrscheinlich gab es die Gratis-Parfum-Müsterchen zum Mitnehmen danach angesichts des Reslutats zur Besänftigung oder als Schmerzensgeld.. .

Sie meinte nur trocken, wenigsten hätte man sich den Vorschlag einer Antifalten-Creme verkniffen...
19.5.06 16:41


GEHALTEN SEIN

Reisende soll man nicht aufhalten, heisst es so
schoen. Wir alle koennen nur selbst dazu Sorge
tragen, dass wir wirklich dort sind, wo wir uns auch
aufhalten. Sind wir es nicht wirklich, so koennen
wir allerdings auch von der Landschaft allein
dazu gezwungen werden, dies zu fuehlen. Ruhe-
losigkeit schreit nie lauter in uns, als wenn
wir die stille Oednis einer Wueste um uns haben...

25.5.06 07:37



Kleine technische Probleme



Wenn ich ab meinem Handheld blogge, so erscheint der Eintrag hier leider doppelt, und er muss danach redigiert werden. Das geht natürlich nicht immer sofort. Woran das liegt, habe ich bisher nicht herausgefunden. Sollte dies also nicht behoben werden können, so tut mir das leid.

Ich kann in diesem Fall auch nicht einfach ein bisschen "mongolisieren", wie unsere mongolische Freundin selbst die Fähikgeit zur Improvisation nennt. Dafür kenne ich mich einfach zu wenig in diesen technischen Dingen aus.

25.5.06 07:52


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