Mongolei - Weite und Tiefe


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Der Zauber der Ferne?



Vom ersten Moment an, seit dem wir uns 2002 mit unserer ersten Reise in die Mongolei beschäftigt haben, bis zum heutigen Tag, an dem wir erneut eine solche planen dürfen, hat nur schon der Name dieses Landes bei fast allen Gesprächspartnern fast sofort eine spontane Reaktion ausgelöst. Offensichtlich verbinden viele unter uns mit der Mongolei sofort bestimmte Vorstellungen, mag ihnen das Land auch noch so fremd sein. Bilder, die man ganz einfach mit diesem Land in Verbindung bringt oder ganz schlicht die Exotik ferner, sehr ferner Weite und anderer Lebensformen!? Erstaunlich, dass ein so fernes Land, das erst am Beginn einer touristischen Erschließung steht, offensichtlich bei sehr vielen Menschen so starke Reaktionen auslöst.
2.7.06 14:51



Staat und Religion



Die Mongolei hat eine uralte eigene Geschichte, der wir auch auf der Reise immer wieder begegnen werden. Sie ist aber auch in der Moderne ein selbständiger Staat, nach dem Zusammenfall der Sowjetunion seit 1992 in der Form einer parlamentarischen Demokratie.

China und Russland haben immer wieder nach dem Land gegriffen. So waren es die Russen, die 1921 den General Suchbaatar im Kampf gegen die chinesischen Besetzer unterstützten und unter derer Führung 1924 eine mongolische Volksrepublik errichtet wurde, mit der Hauptstadt Ulaan-Baatar, der in der Folge die Schlüsselstellung zukam bei der Errichtung eines streng zentralistischen und kommunistischen Verwaltungs- und Machtapparates. Heute sind China und Russland neben Japan nur noch die wichtigsten Handelspartner.

Während der kommunistischen Herrschaft hat sich UB zu einer Großstadt mit knapp 600'000 Einwohnern entwickelt. Es ist handels- und Industriezentrum der Landes, einziger bedeutender Knotenpunkt für Schiene und Strasse im Land. 

Wenn man heute das Gandan-Kloster in UB besucht, dann ist auf den ersten Blick nichts zu erkennen vom Leid, das insbesondere die buddhistischen Lamas in den 30er-Jahren zu erleiden hatten. Der Stalinismus löste eine landesweite Zerstörung von 700 Klöstern und Gebetsstätten aus. Die Mönche wurden nach Hause geschickt oder umgebracht. Mehr als 50 Jahre lang waren alle Handlungen der buddhistischen Religion unterbrochen, und nur langsam gelingt es, mit Hilfe der Ältesten, alte Traditionen wieder aufleben zu lassen. Bestehende Klosterruinen werden restauriert und neue Klöster in großer Zahl errichtet, 1997 zählte man davon wieder 160. Auch hier mischen sich Riten der Religion mit Verhaltensweisen des ursprünglichen Animismus. Sog. Owos findet man am Ein- und Ausgang jeder Stadt. Hier hält man an, umrundet den Hügel 3mal und deponiert einen Stein oder einen persönlichen Gegenstand, als Dank für den erfahrenen Schutz oder mit der Bitte um denselben.

2.7.06 14:56



Die Landschaften der Mongolei



Die Mongolei ist vor allem riesig. Sie ist 4-5-mal so groß wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen genommen. Hochwasser gehören zu den häufigsten Naturkatastrophen. Denn nur 3% des Landes ist eigentliche Wüste, praktisch ohne Vegetation. Die berühmte Wüste Gobi ist auch nur zu einem sehr kleinen Teil eine Sandwüste. Da, wo sie von der Steppen- zur Kieswüste wird, wirkt sie noch bedrohlicher. Nur hier in der Gobi muss mit extremen Temperaturen von über 40°C gerechnet werden, geht die Sonne unter, wird es dennoch ziemlich frisch. Ja, die Gobi ist vielfältig!

Weiter ist die Mongolei bekannt für Ihre strengen Winter. Tatsächlich liegt selten viel Schnee (außer im Altaigebirge), die Winter sind gleichwohl sehr streng, auch wenn sich selten eine geschlossene Schneedecke ausbildet. Die kurzen Sommer reichen in bestimmten Gebieten oft nicht aus, um den Boden gänzlich aufzutauen. So ist UB mit -4°C Jahresdurchschnittstemperatur die kälteste Hauptstadt der Welt, der Frost dringt bis 4m tief in den Boden. Gleichwohl gehört die Mongolei mit durchschnittlich 260 Sonnentagen im Jahr zu den sonnenreichsten Ländern der nördlichen Hemisphäre. Die warmen Sommer sind kurz und sehr niederschlagsreich, die Übergangszeiten dauern kaum länger als einen Monat. Und innerhalb eines Tages können die Temperaturen mehr als 30° schwanken!

Die Flora ist zum Teil verblüffend ähnlich mit der Vegetation in unseren Alpen. Hier kann man Edelweiß antreffen, wie man uns sagte, an gewissen Orten im Sommer so dicht wie ein Teppich wachsend...

2.7.06 15:04



Vorschnuppern am Flughafen



Ich komme eben "als Taxi-Fahrer" vom Flughafen zurück. In weniger als 48 Stunden fliege ich selbst weg.

Weniges ist für mich so sehr Symbol unserer geschenkten Freiheit wie ein Flughafen. Was für ein Geschenk, die Welt erkunden zu dürfen!
Niemand muss um den Erdball jagen - aber dass es uns möglich ist, dass wir unsere Neugier pflegen und Menschen aller Kulturen treffen können - dass wir auch von einander lernen dürfen - das ist alles ein so riesiges Geschenk!
Und die modernen Kommunikationsmittel machen es auch viel einfacher, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Aber kein virtueller Kontakt ersetzt die persönliche Begegnung. Und vor ihr und damit vor der ganzen Achtsamkeit, mit der jeder Moment gelebt werden sollte, verblasst jede Technik.

Wie überall und immer gilt auch für das Reisen: So, wie wir unsere Möglichkeiten nützen und sie auch relativieren können, so wie wir immer zum Einfachen zurück zu kehren in der Lage sind, so werden wir unsere Reisen erleben. Und dann, wenn wir ohne konkrete Erwartung sind, wenn wir einfach "da sind", bereit, das Erlebnis in jedem neuen Tag zu entdecken und uns überraschen zu lassen, dann leben wir.
4.7.06 10:18



Bilder, wie sie folgen könnten



Ich weiss, für ein Reiseblog ist das hier eine ziemlich nüchterne Angelegenheit. Aber ich kann halt die Eindrücke erst nach meiner Rückkehr fotografisch unterlegen.

Hier aber als Alternative ein paar Bilder, die wir - nach unserer ersten Reise 2002 - wieder antreffen könnten... ohne Worte.

CampAbendDaemmerung_400.jpg

 

CampAbendlicht_Mong02_400.jpg

 

FrauWasserquelle_Mong02_400.jpg

 

KindMilchkanne_Mong02_400.jpg

 

SonnenaufgangKarakorum_Mong02_Txt_400.jpg

 

YakHochebene_Mong02_400.jpg

 

YurteAbenddaemmerung_400.jpg

 

5.7.06 14:47



Chronologisch lesen



Liest es sich mühsam, wenn der neuste Eintrag zuoberst steht?

Dagegen gibt es ein Mittel: Wenn Du links das Archiv anklickst und dort den Monat auswählst, erscheinen die Einträge des jeweiligen Monats in der zeitlichen Abfolge, also der älteste zuoberst.

So oder so viel Spass!  

5.7.06 14:58



Gepackt



Ich blicke auf 4 (vier) Taschen, mit Folie gestrecht, damit die Reissverschlüsse geschützt sind. Self made. Sieht ein bisschen pittoresk aus oder doch eher kümmerlich. Ob es wenigstens seinen Zweck erfüllt?

Jetzt geht's zum Flughafen. Einchecken am Vorabend ist angesagt, bei einer Abflugzeit um 08h00 morgens...

5.7.06 18:12


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